Wer bezahlt hat, darf spielen: Was Seedance 2.0 wirklich verrät
Tom Cruise und Brad Pitt kämpfen auf einem apokalyptischen Dach. Zwei Textzeilen, fünfzehn Sekunden Video, und Hollywood dreht durch. ByteDance – das Unternehmen hinter TikTok – hat letzte Woche Seedance 2.0 veröffentlicht, ein KI-Videomodell, das Nutzern erlaubt, hyperrealistische Kurzvideos aus einfachen Textbefehlen zu generieren. Innerhalb von Stunden kursierten Videos mit Disney-Figuren, Marvel-Charakteren und Prominenten auf Social Media. Die Motion Picture Association (MPA), der Dachverband der großen Hollywood-Studios, reagierte mit einer Forderung, ByteDance möge die „Verletzungsaktivitäten sofort einstellen“. Disney, Netflix, Paramount und Warner Bros. schickten Abmahnungen. SAG-AFTRA, die Schauspielergewerkschaft, nannte Seedance 2.0 „einen Angriff auf jeden Schöpfer weltweit“. Deadpool-Drehbuchautor Rhett Reese schrieb auf X: „I hate to say it. It’s likely over for us.“ Die eigentlich interessante Frage Die Empörung ist verständlich. Aber sie hat eine merkwürdige Selektivität, die … Weiterlesen …