Der Flickenteppich

Elon Musks KI-Unternehmen xAI hat am 9. April beim Bundesgericht in Colorado Klage eingereicht, gegen ein Gesetz, das algorithmische Diskriminierung verbieten soll. Das Gesetz, Senate Bill 24-205, tritt am 30. Juni in Kraft und verpflichtet Entwickler sogenannter „Hochrisiko-KI-Systeme“, Risiken zu bewerten, offenzulegen und zu mindern, in Bereichen wie Beschäftigung, Wohnen, Gesundheit und Bildung. xAIs Argument: Das Gesetz verletze den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung, die Redefreiheit. Es zwinge das Unternehmen, sein Modell Grok so zu verändern, dass es die Ansichten des Staates Colorado zu Diversität und Diskriminierung widerspiegele, statt „maximal wahrheitssuchend“ zu sein. Worum es wirklich geht Colorado ist der erste US-Bundesstaat mit einem solchen umfassenden KI-Gesetz. Juristisch ist das ein echtes Testfeld. Aber ich glaube nicht, dass es Musk primär um Colorado geht. Die eigentliche Zielscheibe ist das … Weiterlesen …

Davos, $350 Milliarden und die ersten Risse: KI-Woche im Realitätscheck

Die vergangene Woche brachte große Ansagen in Davos, absurde Bewertungen bei Anthropic und die ersten sichtbaren Risse im KI-Hype. Was mich daran interessiert: Nicht die einzelnen News, sondern was sie zusammen zeigen – dass 2026 das Jahr wird, in dem sich die Versprechen beweisen müssen. Davos: Wenn AGI-Prognosen konkret werden Elon Musk hat in Davos gesagt, AGI – also künstliche allgemeine Intelligenz, ein System das auf menschlichem Niveau in allen kognitiven Bereichen operiert – könnte Ende 2026 erreicht sein, spätestens 2027. Das ist keine vage Zukunftsvision mehr. Das ist eine Behauptung, die sich in zwölf Monaten überprüfen lässt. Demis Hassabis, einer der einflussreichsten KI-Forscher weltweit und Chef von Google DeepMind, war deutlich nüchterner. Seine Einschätzung zu China: Chinesische KI-Systeme liegen etwa sechs Monate hinter westlichen Modellen und hätten … Weiterlesen …