45 Prozent aus China

In der Woche vom 30. März bis 5. April stammten alle sechs meistgenutzten KI-Modelle auf OpenRouter aus China. Das ist kein Benchmark-Erfolg. Es ist keine Propaganda. Es sind Nutzungsdaten: echte API-Aufrufe, echte Token-Anfragen, echte Entwickler, die sich entschieden haben. OpenRouter ist eine Plattform, über die Entwickler weltweit auf Hunderte KI-Modelle zugreifen können. Sie ist kein vollständiger Spiegel des globalen KI-Marktes, denn Enterprise-Verträge laufen anders, und große Cloud-Deals bleiben unsichtbar. Aber sie zeigt, was Entwickler wählen, wenn sie die freie Wahl haben. Die Zahlen: Chinesische Modelle erreichten in dieser Woche 12,96 Billionen Token, ein Anstieg von 31,5 Prozent gegenüber der Vorwoche. Amerikanische Modelle: 3,03 Billionen, plus 0,76 Prozent. Es war die fünfte Woche in Folge mit chinesischer Führung. Insgesamt verarbeitete die Plattform 27 Billionen Token in einer einzigen Woche. … Weiterlesen …

KI-Notizen: Alibaba, Chips und britische Koalitionen

Was diese Woche sonst noch passiert ist – drei Entwicklungen, die ich kurz festhalten will. Alibaba veröffentlicht Qwen3.5 Am 17. Februar hat Alibaba das nächste Modell seiner Qwen-Familie veröffentlicht: Qwen3.5 mit 397 Milliarden Parametern. Alibaba behauptet, das Modell halte Schritt mit führenden westlichen Modellen von OpenAI, Anthropic und Google DeepMind. Die Benchmarks sind selbst gemessen – das sollte man immer mitdenken, wenn Unternehmen ihre eigenen Ergebnisse zitieren. Was mich daran interessiert: Qwen3.5 unterstützt 201 Sprachen und Dialekte, deutlich mehr als das Vorgängermodell. Das ist keine technische Spielerei, sondern ein Signal über Alibabas Ambitionen. Sie bauen nicht für den chinesischen Markt. Sie bauen für globale Expansion, besonders in Märkten, wo westliche Anbieter sprachlich schwach aufgestellt sind. Es ist das dritte oder vierte chinesische Modell in kurzer Zeit, das ich … Weiterlesen …